Die unmögliche Geburt, Einleitung

Zu Beginn der Entstehung dieses Buches: angetroffene Schwierigkeiten in meiner analytischen Praxis, eine klinischen Erfahrung mit Patienten der Bulimie und die Arbeit mit einer Choreographin.

Seit einigen Jahren mit zahlreichen, therapeutischen Sackgassen konfrontiert, gezeichnet von Unterbrechungen oder Ausweitungen der Dauer der Analysen, bei Patienten, die an schweren Neurosen litten, war ich gezwungen, Antworten zu finden.

Sie sind aufgetreten, als die Analyse von Patienten der Bulimie mich annähern ließen an bestimmte, sehr intensive Beschaffenheiten bei der Übertragung und bei dem Destruktionstrieb, die Dauer eines "fusionellen" Bandes und Ängste aufdeckend, die an archaisch körperliches Erleben gebunden sind und im Zusammenhang mit dem Überleben (der Betroffenen) stehen.

Seit meine Forschung in Gang gesetzt wurde, hat sie nicht aufgehört sich mit klinischen Elementen und neuen Erfahrungen anzureichern. Die Arbeit mit einer Choreographin einerseits, partizipierend an Forschungen über die Schwerelosigkeit und andererseits die mit Frauen der Bildhauerei hat mir geholfen, die unbewussten Fantasien, die während des Fötallebens am Werke sind, zu erhellen, mich langsam dahin führend, eine archaische Problematik auszuarbeiten, die unter allen Formen der Pathologie darunter liegt, durch die Freudsche Psychoanalyse in Betrachtung genommen: Psychosen, Neurosen und Perversionen.

Und tatsächlich hat mich die Schwierigkeit neurotischer Patienten sich wirklich zu spüren, ohne dabei auf ein "fusionelles" Band zurück zu greifen, auf den Weg einer Fantasie und eines Konzepts gebracht, über das mein Buch eine Bearbeitung und Studie anbietet. Dieser Eindruck, niemals wirklich durch die Eltern wahrgenommen und gesehen worden zu sein, ließ verstehen, dass sie in ihrem psychischen Raum verhaftet geblieben und körperlich unbewusst waren. Heimgesucht durch die Fantasie begraben zu sein, einen Mord überlebt zu haben, lebten sie wie schuldig gebliebene Entkommene, unsichtbar, außerhalb der Zeit und außerhalb der Geschichte, die Beute einer Fantasie von Selbst-Verursachung.

Weiterhin materialisiert sich diese unbewusste Fantasie, die eine Verweigerung der Herkunft und eine Umkehrung des Bildes und der Wahrnehmung des eigenen Körpers vermuten lässt, erkennbar in verschiedenen Lapsus' (Sprachverirrungen), oft unter der Form eines umgekehrten Baumes, den manche Patienten spontan während der Analyse gezeichnet haben.

Das Subjekt selbst besetzt den Platz des Baumstammes eines Abstammungsbaumes, der zugleich sein eigener Körper, derjenige der Mutter und derjenige der Großmutter ist. Die Zweige "in vollem Licht" der Großmutter werden zu den Wurzeln des Subjekts, die "in der Finsternis" unter der Erde stecken und die den Saft und das reale Gefühl speisen, von seiner Mutter (abhängig) zu existieren.

Die unbewusste Repräsentation eines psychischen Raumes und einer körperlichen Fusion, verankert in den Fantasien und in der Zeit der Erfahrung, gelebt von der Großmutter mütterlicherseits und von der Mutter, ist, so scheint es mir, die stärkste, archaische aller Fantasien bezüglich der Übertragung des Lebens. Diese Fantasie isolierend, ihr den Status einer "originären Fantasie" gebend, ist mir die folgende Intuition erschienen: Die Selbstwahrnehmung und das Gefühl des Kindes, real zu existieren, formen sich anhand der Selbstwahrnehmung der Mutter und anhand des Gefühls der Mutter, real zu existieren, in der Weise, dass, wenn sie selbst nicht erfahren hat, wirklich zu existieren, unabhängig ihrer eigenen Mutter, die Konditionen beim Kind für die Befestigung der originären Fantasie des umgekehrten Baumes vereint sind.

Es leitet sich eine Hypothese her, die bisher niemals in der analytischen Literatur aufgezeigt wurde, auch nicht bei den Autoren, die sich am meisten mit der Beziehung Mutter-Kind und der Wirkung der Ursache in der Genese der geistig Kranken beschäftigt haben: In allen Pathologien, in der Folge einer Verfestigung der Fantasie des umgekehrten Baumes, empfindet das Subjekt unbewusst seinen Körper als gehöre dieser noch seiner Mutter und seiner Großmutter.